Der Tag nach der Keynote

Die Keynote ist vorüber, Apple hat die Katze aus dem Sack gelassen. Zu sehen gab es neue iPhones, Apple Pay und die iWatch. Doch was bedeuten diese Geräte nun für die potenziellen Käufer und mit was können Sie rechnen?

die iPhones und Apple Pay

Die neuen, grösseren iPhones sehen nicht nur schick aus, sie haben es auch in sich. Vor allem ihr Killer-Feature, Apple Pay, wird zumindest in Amerika schon bald grosse Erfolge feiern. Apple hat es geschafft, viele der grossen amerikanischen Shops für sich zu gewinnen und damit eine wichtige Basis zu legen, um das Gerät auch in der Praxis nutzen zu können. Dank Partnerschaften mit Visa, Mastercard und American Express reicht es bereits aus, die Kreditkarte auf dem iPhone zu registrieren. Mit Hilfe des Fingerabdrucksensor können anschliessend einfach und schnell Bezahlungen getätigt werden. Auch in der Schweiz werden von Beginn an bereits einige Shops das Bezahlen mit dem iPhone ermöglichen. Überall, wo mit NFC bezahlt werden kann (Liste folgt), ist eine Bezahlung mit dem iPhone möglich. Die Zahlung erfolgt jedoch nicht mit der bei uns „beliebteren“ Maestro-Karte, sondern ebenfalls per Kreditkarte. Hier wird wohl bei einigen Menschen ein Umdenken stattfinden. Ob das gut ist, künftig öfter zur Kreditkarte zu greifen – darüber lässt sich streiten.

Etwas anders sieht es mit Apple Pay als mobiles Bezahlsystem aus. Apple bietet ihren Kunden künftig nicht nur die Möglichkeit, via NFC an einer Kasse Zahlungen zu tätigen, sonder auch bei Online-Stores. Dies funktioniert wie folgt: Als Bezahlungsoption stehen dem Online-Käufer neben Kreditkarte nun auch Apple Pay zur Verfügung. Klickt man auf diese, reicht wiederum der eigene Fingerabdruck, um die Zahlung zu bestätigen. Auch diese Methode ist zwar sehr innovativ, doch wird es wohl noch eine längere Weile dauern, bis sie in der Schweiz Anklang finden wird. Apple legt hier ebenfalls den Fokus erst auf Amerika und wird erst in gegebener Zeit weitere Händler hinzufügen.

Liste der Unternehmen mit NFC-fähigen Kassen (wird laufend aktualisiert)

– Coop
– Migros
– Globus
– Denner
– IKEA

Apple Watch

Nicht iWatch, sondern Apple Watch heisst das one more thing von Apple. Dank der innovativen, den analogen Uhren nachempfundenen Drehrad lässt sie sich spielend einfach benutzen. Sie wird in drei verschiedenen Varianten angeboten, welche wiederum mit unterschiedlichsten Armbändern kombiniert werden können. Die Apple Watch gibt es in zwei verschiedenen Grössen. Sie legt den Fokus auf Fitness und Gesundheit und besitzt hierfür verschiedene Sensoren, wie zum Beispiel ein Pulsmesser. Sie kann aber auch Apps von Drittherstellern aufrufen, beispielsweise von Facebook oder Twitter. Dank eingebautem Mikrofon sind auch Siri-Befehle möglich. Die Kommunikation zwischen Apple Watch und iPhone erfolgt via Bluetooth LE aka 4.0. Aus diesem Grund wird mindestens ein iPhone 5 oder höher benötigt, um eine Verbindung mit der Uhr aufbauen zu können. Neben Bluetooth hat die Apple Watch übrigens auch WiFi eingabaut, um eine schnellere Kommunikation übers Internet zu ermöglichen.

Eine weitere Innovation bietet die Uhr auch bei der Kommunikation mit anderen Apple Watch-Trägern. Mit Hilfe eines sich unter dem Drehrad befindlichen Knopfs können per Knopfdruck Favoriten kontaktiert werden. Dabei können Zeichnungen, Smileys oder den eigenen Herzschlag ausgetauscht werden.

Das Design der Uhr wirkt gewöhnungsbedürftig und kommt meiner Meinung nach nicht an jenes des Moto 360 heran. Sie sieht sauber verarbeitet und qualitativ hochwertig aus, doch scheint sie auf dem ersten Blick kein Designmeilenstein zu sein, wie es von Apple erwartet worden wäre. Ich persönlich bin aber davon überzeugt, dass sie getragen viel besser aussieht, als es die derzeitigen Produktbilder erahnen lassen.

Der grösste Nachteil der Uhr: Sie ist nicht wasserdicht. Zwar schützt können ihr Wasserspritzer nichts anhaben, sodass eine Verwendung im Regen, Schweiss oder auch Händewaschen keine Probleme darstellen. Doch ist es nicht ratsam, sie auch in der Badewanne oder in der Dusche zu verwenden.

Trotzdem bleiben noch einige Fragen offen:

– Über die Akkulaufzeit wurde nicht gesprochen (wohl, weil die Software noch nicht ausgereift ist)
– die definitiven Preise für die verschiedenen Versionen sind ebenfalls nicht bekannt
– Ob für die Bezahlung per NFC ein iPhone 6 notwendig ist, wird nicht beantwortet

Die „Auswirkungen“

Das Ausmass dieser Präsentation wird sich wohl erst in den kommenden Monaten oder gar Jahren zeigen. Ich bin überzeugt, dass Apple vor allem mit dem Apple Pay eine neue Ära des Bezahlens einläuten wird und die Art und Weise verändern können. Auch die Apple Watch wird bei sehr vielen iPhone-Usern Anklang finden und kann in Kombination mit der Health-App womöglich sogar nicht nur ein iPhone-Assistent, sondern ein echtes Fitness-Accessoire werden. Dank NFC steht dem Gerät auch Tür und Tor offen für weitere Innovationen, die bisher gar nicht bekannt waren. Als kleines Beispiel hat Apple bereits heute angekündigt, Türen von Hotelzimmern allein aufgrund der Apple Watch öffnen zu können.

Ebenfalls zeigt sich langsam auch den Wandel von Apple, das es seit der Jobs-Ära gemacht hat. Dessen Vision war es immer, dem Kunden ein möglichst komplettes Produkt anzubieten, dafür aber nur wenige Varianten im Sortiment zu haben. In Anbetracht des nun breiten iPad- iPhone und nun auch Apple Watch-Palette hat sich nun einiges verändert.

 

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