Keynote März 2015 / Was Apple zeigen könnte

Am 9. März lädt Apple zur Keynote unter dem Motto „Spring forward“. Über den Inhalt der Präsentation hält sich das Unternehmen wie immer bedeckt, doch gibt es nur relativ wenig Interpretationsspielraum. Hauptthema wird die im April erscheinende Apple Watch sein.

Als „One More Thing“ hat Apple während Ihrer Keynote im Herbst 2014 ihre Watch vorgestellt und einen Einblick in derer Funktionalitäten gebracht. Viele Fragen diesbezüglich blieben aber offen. Mit der nun kommenden Keynote will Apple dies ändern und vielleicht sogar noch die eine oder andere Überraschung mitbringen.

Apple Watch – Prognose

Bereits seit Wochen versuchen Fans, Analytiker und Experten, die stückweise (meist vom CEO Tim Cook persönlich) veröffentlichten Informationen genau zu analysieren. Auch ich schliesse mich dem an und wage folgende Prognosen:

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit lässt am wenigsten Interpretationsspielraum. Die Uhr selbst wird täglich geladen werden müssen. Nähert sich der Akkustand langsam dem Ende entgegen, lässt sich die Uhr in ein Energiesparzustand versetzen. Dabei werden die Pulsmess-Sensoren und Verbindungen zum Partnergerät (iPhone) deaktiviert und auch die Animationen der Uhren werden stark eingeschränkt, um möglichst wenig Energie zu verschwenden.

Preise

Apple hat bereits an der Keynote angekündigt, die Apple Watch ab 349$ an Mann bringen zu wollen. Dieser Preis gilt für die 38mm Sportvariante mit Gummiarmband. Für 399$ gibt’s die Sportuhr im 42mm Format.

Die Apple Watch selbst hat im Gegensatz zur Sport-Edition Edelstahl anstelle von Aluminium und Saphirglas anstatt Ion-X-Glas. Das lässt die Uhr nicht nur edler erscheinen, es macht sie auch teurer. Ich schätze die Preise für die Uhren (inklusive dem günstigsten Armband) auf 449$ bzw. 499$.
Die Apple Watch Edition mit 18 Karat Gelb- oder Roségold wird mit Preisen ab 4‘999$ bzw. 5‘199$ zu Buche stehen.

Die Armbänder können separat getauscht werden. Je nach Modell und Watch-Grösse werden andere Preise fällig:

Gliederarmband:             39$ / 49$

Sportarmband:                19$ / 39$

Loop-Lederarmband:      59$ / 69$

Klassisches Armband:    39$ / 49$

Modernes Armband:       89$ / 99$

Milanaise-Armband:       69$ / 79$

Wasserresistenz

Die Apple Watch wird nicht wasserdicht sein. Zwar kann sie problemlos beispielsweise bei Regen, zum Händewaschen oder sogar unter der Dusche verwendet werden – mehr aber nicht. Baden bzw. Schwimmen oder sogar Tauchen wird mit der Uhr nicht möglich sein und damit einige Leute enttäuschen.

Release

Die Apple Watch wird im Verlaufe des Aprils in den Hauptländern wie USA, Grossbritannien und Deutschland in den Regalen stehen. Ich gehe davon aus, dass Apple für die weiteren Ländern keine konkrete Liefertermine bekannt geben wird, da Apple zu Beginn selbst nicht genau weiss, wie gut sich die Uhren verkaufen werden. Ich gehe davon aus, dass die zweite Welle (ähnlich wie beim iPhone 6) bereits wenige Woche nach dem Start auf weitere Länder ausgedehnt wird.

Weitere Informationen

Apple wird die Keynote ganz bestimmt nicht nur dazu verwenden, die bereits präsentierten Informationen noch einmal zu wiederholen und die paar wenigen Neuigkeiten hinzuzufügen. Da braucht es schon ein bisschen mehr, um eine solche Keynote zu rechtfertigen. Auch deshalb bin ich der Überzeugung, dass Apple noch längst nicht alles über die Apple Watch erzählt hat. Hier einige mögliche Spekulationen:

  • Die Apple Watch enthält austauschbare Elemente, sodass zu einem späteren Zeitpunkt Akku und Prozessor ausgetauscht werden können (5%)
  • Die Apple Watch besitzt weitere Sensoren, um Körpertemperatur, Schlafzyklen und Stürze zu erkennen. Mit letzterem kann automatisch ein Notruf-Signal ausgesendet werden (30%)
  • Fitness-Errungenschaften können mit Freunden geteilt werden – Apple startet damit eine Art Fitness-Social-Network (70%)
  • Die Uhr kann das iPhone teilweise fernsteuern. Geöffnete Apps können auf dem iPhone (analog Handoff / Continuity) danach weiterbearbeitet werden (95%)
  • Eine neue Running-App versucht beim Joggen Einfluss auf den Läufer zu nehmen, um ihn bei zu tiefem Puls zu pushen oder bei zu hohem Puls zu warnen (95%)

Und sonst noch?

Apple wird nicht nur über die Apple Watch eingehen, sondern auch HomeKit noch einmal der Öffentlichkeit näher bringen. Dieses bisher noch nicht verwendete Instrument feiert damit offiziell ihre Geburt und wird zusammen mit der Apple Watch und der Veröffentlichung von iOS 8.3 integriert. Das noch nicht veröffentlichte iOS 8.2 wird noch am Dienstagabend aufgeschaltet und bereitet die User auf die Verwendung der Apple Watch vor.

Auch Apple Pay wird noch einmal vom Unternehmen angesprochen, wenn auch mehr zu Werbezwecken. Pompöse Zahlen werden präsentiert – konkrete Zahlen über eine Einführung in Europa oder Asien gibt es jedoch nicht.

Was nicht kommen wird

Apple wird kein iPad Pro, kein neues Apple TV und keine neuen Macs oder iPods präsentieren. Falls sie kommen, dann frühestens an der WWDC 2015, um die dann eher moderaten Verbesserungen mit neuen Innovationen überdecken zu können.

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Bildquellen: Instagram/wa1man

Apple ebnet Weg für revolutionierende Karten-App

Gewiss gehört Apples Kartendienst nicht  zu den besten der Kategorie – auch wenn sich die Daten seit dem Release mit iOS 6 vor etwas über zwei Jahren deutlich verbessert haben. Selbst das damals präsentierte Alleinstellungsmerkmal Flyover (Städte werden in 3D-Ansicht dargestellt) wurde zumindest quantitativ von Google bereits überholt. In Sachen Qualität kommt es aber nach wie vor nicht an Apples Lösung heran.

Um diesen (qualitativen) Vorsprung ausbauen zu können, hat sich Apple für diese Flyover-Funktion etwas ganz besonderes einfallen lassen: Neu werden interaktive Elemente hinzugefügt, um den Städten einen lebendigen Touch einzuhauchen. Als erstes Beispiel hierfür hat sich Apple London vorgenommen. Hier wird nicht nur die Uhrzeit auf dem Big Ben korrekt dargestellt. Auf der gegenüberliegenden Flussseite dreht sich Londons weitere Sehenwürdigkeit, das London Eye.

Was nun erst einmal um eine nette Spielerei zu sein scheint, könnte in Tat und Wahrheit ein ungeahntes Ausmass an neuen Möglichkeiten mit sich bringen.

Beginnen wir mit weiteren Spielereien, die Apple im Laufe der Zeit einbauen könnte: Naturspektakel wie Wellen auf dem Meer, Vulkanausbrüche,  aktuelle Flüge Freizeitparks, Tiere, die über die Prärie ziehen und vieles mehr würde dafür sorgen, dass sich Apple gegenüber seinen Mitbewerbern abheben könnte und echtes Leben in seine Karten einhaucht.

Es gibt aber auch durchaus Möglichkeiten, die über eine Spielerei hinaus gehen: Darstellung des aktuellen ÖVs inklusive Standortwiedergabe einzelner Fahrzeuge, um Verspätungen visuell darzustellen – Staus auf Strassen, Tsunamiwarnungen oder Live-Wetter – alles theoretisch umsetzbar.

Schwierig vorherzusehen, ob solche Ideen tatsächlich je von Apple umgesetzt werden. Eins ist jedoch klar: Das London Eye und der Big Ben werden ganz bestimmt nicht die letzten animierten Gegenstände in Apple Maps sein!

Audi Sound Plus System für Audi A3

Schon seit geraumer Zeit stellt Audi mit dem Audi Sound Plus System ein offizilles Nachrüst-Kit für alle älteren Audi A3 und TT-Modelle zur Verfügung, die das Bose-Soundsystem von Haus aus nicht eingebaut haben. Während im Netz bereits verschiedenste Berichte über das TT-Modell verfasst wurden und die Meinungen dazu sehr positiv waren, habe ich mich dazu entschieden, die Soundanalage für meinen Audi S3 Sportback ebenfalls nachzurüsten. Dieser ist mit der Audi Concert-Anlage ausgestattet und bot bis Anhin 140 Watt Leistung.

Der Umbau erfolgte über den lokalen Garagisten, Material und Einbau beliefen sich auf ca. CHF 2‘000.- Nicht gerade billig, wenn man bedenkt, dass es sich laut Audi um eine einfache Plug & Play-Lösung handelt.

Im Kofferraum wurde auf der rechten Seite ein zusätzlicher 8-Kanal Class D-hybrid Audio-Verstärker mit DSP verbaut. Dieser versorgt alle Lautsprecher aktiv – auch jene, die bereits vor dem Einbau verbaut waren. Auf der rechten Kofferraumseite wurde der bestehende Subwoofer durch ein neues 120 Watt-Modell ersetzt. Beide Geräte sind nicht im Kofferraum sichtbar verstaut und benötigen keinen zusätzlichen Platz.

Im vorderen Fahrzeugbereich wurden die Hochtöner (neu 60 Watt) und Tiefmitteltöner (neu ebenfalls 60 Watt) durch die originalen Lautsprecher ersetzt.

Zusätzlich zu den neuen Boxen wurden die Türen mit zusätzlichem Dammmaterial versehen, welche Klappergeräusche auch bei höherer Lautstärke unterbinden. Um die Audi Sound Plus-Anlage auch äusserlich sichtbar zu machen, wurden die vorderen Tiefmitteltöner mit einem zusätzlichen Emblem versehen.

Bemerkenswert: Das Audi Sound plus wurde speziell für den Audi A3 abgestimmt, um das Klangerlebnis noch weiter optimieren zu können. Dies wiederspiegelt sich letzten Endes auch in der Praxis. Sobald der Schalter im Handschuhfach betätigt wird, erklingt die Musik nach einer kurzen Gedenkpause in einem viel satteren, reineren und auch reichhaltigeren Klang. Dies ist auch gleich der grösste Unterschied zwischen dem Audi Sound Plus des Audi A3 und jenes vom TT: Der zusätzliche Subwoofer im Kofferraum wertet das Klangerlebnis deutlich auf. Dies kommt vor allem meinem persönlichen Geschmack entgegen, mir persönlich gefällt ein kräftig wummernder Bass besser als perfekt wiedergegebene Tenore. Der klangliche Unterschied ist selbst per Videoaufnahme (sofern der Klang auf anständigen Boxen wiedergeben wird) gut hörbar, auch wenn dieser natürlich nicht ganz dem tatsächlich abgespielten entspricht. Persönlich empfinde ich den Unterschied live als deutlich höher als das, was über das Video wiederspiegelt werden kann. Dazu ist zu erwähnen, dass die Soundeinstellung bewusst eher basslastig ausgelegt ist. Natürlich lassen sich die Soundeinstellungen weiterhin über den Bordcomputer problemlos nach den persönlichen Vorlieben einstellen.

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Fazit

Ohne Zweifel: Die Audi Sound Plus Anlage als Erweiterungszubehör zum Audi A3 bietet einen deutlich aufgewertetes Sounderlebnis. Der Unterschied ist auch dank des Aktivierungs- und Deaktivierungsknopfes im Handschuhfach für Jedermann klar hörbar. Mehr Tiefe, mehr Dynamik, kein Klappern – das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, aber nur dann, wenn man grossen Wert auf eine anständige Musikanlage im Auto legt. Wer jedoch erwartet, mit diesem Erweiterungs-Kit die ultimative Soundanlage verbaut zu haben, wird wohl enttäuscht werden. Persönlich bereue ich den Einbau keine Sekunde und würde es jederzeit wieder machen.

Geeignete Modelle für Audi Sound plus:

  • Audi A3 2006-2008
  • Audi A3 2009-2012
  • Audi A3 Cabriolet 2008 -2014
  • Audi A3 Sportback 2005-2008
  • Audi A3 Sportback 2009-20013
  • Audi RS3 Sportback 2011-2013
  • Audi S3 2007-2008
  • Audi S3 2009-2013
  • Audi S3 Sportback 2003-2013

Voraussetzung: BOSE-Anlagen können nicht erweitert werden.

Philips 55PUS9109

Nach bald einem halben Jahr Wartezeit ist es endlich soweit: Mein neuer TV ist eingetroffen!

Erst einmal wirkt der TV sehr hochwertig verarbeitet. Die Füsse sind auf der Unterseite gepolstert, so dass er problemlos hin und her geschoben werden kann. Das Anschliessen und Einrichten ging einfach und problemlos. Sogar mein uraltes Sony Home-Cinema hat er ohne Probleme sofort als solches erkannt und erfolgreich gekoppelt. Ausser mit dem Anschliessen des zusätzlichen Subwoofers hatte ich ein wenig Mühe, weil ich erst nicht begriff, dass man die leuchtende LED erst noch drücken muss.

Das Bild ist aus meiner Sicht grossartig, ein Clouding ist unter normalen Bedingungen überhaupt nicht erkennbar. Nur wenn alles stockdunkel ist (dafür muss auch Ambilight deaktiviert sein), kann man bei einem schwarzen Bild erkennen, dass es an den Rändern ein klein wenig heller ist. Jedoch niemals in einem Ausmass, dass das störend wäre oder während des normalen TV-Betriebs überhaupt ins Gewicht fällt. Habe zurzeit noch die Standard-Bildeinstellungen, empfinde das Bild aber als kontrastreich mit ausgewogenen Farben. Hier gibt es meines Erachtens nichts zu bemängeln! Auch das Hochrechnen in 4K macht er meiner Meinung gut, das Bild wirkt schärfer als vergleichbare TVs in dieser Grösse. HD und FULL-HD können auch aus kurzer Distanz problemlos betrachtet werden, bei SD kommt dann die Technik aber spürbar an ihre Grenzen. Allgemein wirkt der Unterschied zwischen SD- und HD-Material noch grösser als noch bei meinem alten TV.

Auch das Ambilight ist toll und ich sehe zumindest aufgrund der Fotos des 9800er kaum bis keine Unterschiede. Es ist (auf Wunsch) sehr dynamisch und versetzt das Gerät auch mit Standfuss fast wie in eine Wolke. Auch die Kopplung mit HUE ist gut, aber ein paar zehntel Sekunden Rückstand sind schon da. Ich habe die HUE-Birnen bewusst mit verhältnismässig wenig Licht konfiguriert, damit dies weniger zum Tragen kommt und das Gesamterlebnis mit Ambilight dezent unterstrichen wird.

Das Betriebssystem lässt sich für einen TV „normal“ flüssig bewegen und einstellen, die auf der Rückseite der FB angebrachte QWERTY-Tastatur ist eine grosse Hilfe. Da ich Swisscom TV nutze (separater HD-Digitalreceiver), kann ich nichts über den integrierten TV-Guide sagen. Das System lässt sich zwar soweit in seinen von mir getesteten Funktionen bedienen, so ganz ausgereift wirkt es aber trotzdem noch nicht. Als verwöhnter Apple-Kunde muss man da schon deutliche Abstriche machen: Ruckelnde und unschöne Übergänge, keine durchgehende 4K-Auflösung bei Bedienelementen (z.B. Tastatur) etc. lassen den TV zwar bedienen, so richtig ausgewogen fühlt es sich noch nicht an. Trotzdem: Es wäre nicht so, dass er nicht bedienbar wäre.

Erfreulicherweise hat sich die YouTube-App auf meinem iPhone automatisch mit jener auf dem TV verlinkt, so kann ich nun jederzeit Videos ohne Aufwand auf den TV streamen. Dafür ist dieses (im Gegensatz zum direkten Abspielen in der TV-App) nicht in HD, obwohl es als solches gekennzeichnet wird.

Leider konnte ich aufgrund des PSN-Downs (mal wieder…) keinen Destiny-Test machen, habe dafür aber kurz FIFA und Resogun angespielt. Beim FIFA konnte ich keinen Soap-Effekt erkennen und bei Resogun, einem Reaktionsspiel, fiel mir soweit auch keine spürbaren Verzögerungen auf. Werde dies aber erst abschliessend sagen können, wenn ich mal wieder Destiny spiele.

Fazit: Meine Freundin und ich sind begeistert und würden den TV um keinen Preis mehr hergeben wollen!

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Nachtrag vom 9. Februar 2015

Inzwischen sind bereits einige Monate vergangen, seit ich mir den Philips 55PUS9109 zugelegt habe. Zeit für eine Zwischenbilanz!

Auch heute noch staune ich immer wieder über die überragende Bildqualität, die der Fernseher tagtäglich wiedergibt. Bis heute habe ich im Freundeskreis noch keinen TV gefunden, der ein so tolles Bild liefert wie dieser (Nein, den 9800er habe ich bisher noch nie gesehen (-; ). Auch das Ambilight arbeitet zuverlässig, es läuft bei uns immer im Gaming-Modus. Das sorgt für noch mehr Dynamik und sieht zusammen mit HUE einfach klasse aus. Apropos HUE: Die Latenz macht sich nur dann bemerkbar, wenn man sich auch wirklich darauf achtet. Da man beim alltäglichen Fernsehgebrauch aber auf den Bildschirm und nicht auf die Lichter links und rechts achtet, bieten sie meiner Meinung nach einen echten Mehrwert. mit dem YouTube-Video kann sich darüber aber jeder selbst ein Bild machen. Besonders eindrücklich ist dies beim Zocken (z.B. in Destiny bzw. den verschieden farbigen Planeten) oder bei Sonnenuntergangs-Szenen in Filmen. Ebenfalls lustig ist Ambilight, wenn man beim Zocken eines Ego-Shooters angeschossen wird: Sofort ändert sich die Farbe des ganzen Wohnzimmers blutrot… 🙂

So vielen positiven Berichten zu trotz, die Software ist und bleibt eine einzige Katastrophe. Ich habe das Glück, dass das TV-Signal von einer externen Settop-Box (Swisscom TV 2.0) kommt und die Audio-Wiedergabe über ein (älteres) Sony-Home Cinema läuft. Trotzdem musste dem Gerät schon mindestens drei Mal den Stecker gezogen werden, weil das Homecinema nicht mehr erkannt wurde oder der TV auch nach dem Ausschalten mit HUE verbunden blieb. Laut gut informierten Quellen (toengel.net) soll noch im Frühjahr ein umfangreiches Update kommen – ob dies die gewünschte Ergebnisse bringt, wag ich aber zu zweifeln.

Fazit 2: Als „Monitor“ besticht der Philips 55PUS9109 mit seiner überragenden Bildqualität und dem klasse Ambilight. Die Software jedoch ist wirklich schwach und es braucht mehr als nur ein paar Bugfix-Updates, um diese teils tiefgreifende Fehler zu beheben. Für mich deshalb erstaunlich, weil die TVs sonst schon Monate verspätet ausgeliefert wurden und dennoch so anfällig sind.

Philips HUE

Zwar gibt es Philips HUE schon seit geraumer Zeit, trotzdem möchte ich die Gelegenheit nicht auslassen, ein persönliches Jahres-Fazit über die innovative Lichtsteuerung zu verfassen.

Zugegebenermassen scheint Philips HUE auf den ersten Blick eine teuer Technik-Spielerei, die ausser dem Darstellen verschiedener Farben keine allzu grossen Vorteile aufweisen. In der Praxis hat sich aber sehr schnell herausgestellt, dass es viel mehr ist als das.

Derzeit sind bei mir zu Hause 4 HUE-Birnen (E27) und eine Living Color-Lampe an der HUE-Bridge angehägt.

Via App können die verschiedenen Leuchten angesprochen und verschiedene Standard-Szenarien ausgewählt werden. Dazu gehören unter Anderem Spezial Modi wie „Konzentration“, „Erholung“ oder „Lesen“. Je nachdem werden unterschiedliche Stärken und Farbtöne von den Birnen wiedergeben. Leider funktionieren diese Standard-Modi nur mit den Birnen, nicht aber mit der Living-Colors-Lampe.

Natürlich können beliebige weitere, selbst kreierte Farb- und Helligkeitskombinationen erstellt werden. Diese wiederum können manuell via App, aber auch als Timer oder GPS-abhängig aktiviert bzw. deaktiviert werden. So ist es beispielsweise möglich, die Birnen automatisch ein- oder auszuschalten, wenn man nach Hause kommt oder die Wohnung verlässt. Auch ist es möglich, sich mit dem Licht wecken zu lassen, indem das Licht wahlweise sofort oder sukzessive eingeschaltet wird.

Aufgrund der offenen Community und der Integration von IFTTT können sogar Benachrichtigungen für Facebook-Statusmeldungen, Nachrichten oder Mails hinterlegt werden. Sogar wetterabhängige Lichteinstellungen sind damit theoretisch möglich. Zu guter letzt gibt es im App Store verschiedenste Apps von Drittherstellern, die in Sachen Kreativität ebenfalls keine Grenzen haben: Die App Ambify beispielsweise nutzt den FX der abgespielten Musik, um die HUE-Birnen nach dem Rhythmus der Musik blinken zu lassen (siehe Video unten).

Wer das Handy oder Tablet gerade nicht bei sich trägt, kann die Lichter natürlich auch weiterhin via Lichtschalter an- und ausschalten. Bei erneutem Ausschalten erstrahlen die Lichter anschliessend im ganz normalen „Glühbirnen-weiss“. Die smarte Alternative hierzu ist die Hue Tab Fernbedienung (Video unten). Sie versteht sich als portabler Lichtschalter und ermöglicht die Konfiguration von drei verschiedenen Szenen.

Trotz dem bereits grossen Funktionsumfang ist ein Ende der Innovationen noch längst nicht in Sicht. Dank Apples neuem HomeKit wird das Licht bald via Sprachsteuerung verwendet werden können, was Befehle wie „Ich gehe jetzt schlafen“ oder „Dimme das Licht“ ermöglichen.

It‘s been way too long

Am 16. Oktober lädt Apple erneut eine auserwählte Medienschar ein und präsentiert unter dem Motto It’s been way too long neue Produkte. Welche genau und was ich persönlich darunter verstehe, lest ihr nun hier:

Das Motto sagt bereits alles aus: Es werden Neuerungen kommen, die eigentlich schon längst hätten kommen sollen. Dass es sich hier weder um neue iPads noch OS X Yosemite handelt, scheint dabei klar. Der Fokus wird also wohl auf anderen Geräten liegen, die längst hätten aktualisiert werden sollen:

  • Apple Cinema Display, 1120 Tage ohne Aktualisierung (Schnitt: 360)
  • Apple TV, 945 Tage ohne Aktualisierung (Schnitt: 377)
  • Mac Mini, 715 Tage ohne Aktualisierung (Schnitt: 373)
  • MacBook pro ohne Retina, 849 Tage ohne Aktualisierung (Schnitt: 261)

Quellen: macrumors.com, Stand 9. Oktober 2014

Es scheint sehr unwahrscheinlich, dass Apple das Motto ihrer Keynote einem Cinema Display oder Mac widmet – letzterem deshalb, weil weder der Mac Mini noch das MacBook Pro ohne Retina Display zu den „wichtigen“ Gerätschaften gehören. Natürlich könnte mit dem Motto auch ein grosses Upgrade bestehender Modelle verstanden werden, beispielsweise das Upgrade von iMacs auf Retina Displays. Doch bin ich überzeugt, dass es ein neues Apple TV sein wird, welches Apple an seiner Keynote präsentierten wird. Das ist auch dringend nötig, da Apple mit seiner kleinen schwarzen Box die HomeKit-Integration gewährleisten will.

Weitere Neuerungen zum Apple TV wird wohl auch der neue HEVC-Standard sein, damit Videos – wie es das iPhone 6 bereits beherrscht – mit H.265-Codierung abgespielt werden können. Das neue Apple TV soll auch deutlich leistungsstärker sein als seine Vorgänger. Dazu werden auch neue Dienste vorgestellt, die dank Kooperationen mit einigen wenigen amerikanischen TV-Sendern umgesetzt wurden. Zudem wird der iTunes Store mit 4K-Content ausgestattet.

Passend zum 4K-Content werden auch die neuen iMacs und das Apple Cinema Display mit einem 4K-Monitor ausgestattet. Allgemein wird die komplette Mac-Linie aktualisiert und mit den neusten Hardwarespezifikationen ausgestattet.

Auch das iPad wird eine Neuerung erhalten. Die iPads werden – wie das iPhone 6+ – mit einem neuen Retina HD Display ausgestattet, wobei beim iPad Air auch mit einer höheren Auflösung gerechnet werden kann. Zwar entfällt künftig der Stummschalter, dafür werden die Geräte mit einem Touch-ID-Sensor ausgestattet. NFC wird nicht an Bord sein.

Des Weiteren wird Apple auch OSX Yosemite noch einmal anschneiden und den definitiven Release des Betriebssystems bekannt geben.

Ein weiteres Software-Highlight ist die Veröffentlichung von iOS 8.1. Dieses wird nicht nur viele Fehler aus iOS 8.0 beheben und das mobile Betriebssystem weniger fehleranfällig machen – auch Apple Pay wird damit in der USA freigeschaltet. Zudem werden bereits erste weitere Vertragspartner ausserhalb der USA bekanntgegeben, damit Apple Pay im Frühjahr 2015 auch in Europa Fuss fassen kann.

Der Tag nach der Keynote

Die Keynote ist vorüber, Apple hat die Katze aus dem Sack gelassen. Zu sehen gab es neue iPhones, Apple Pay und die iWatch. Doch was bedeuten diese Geräte nun für die potenziellen Käufer und mit was können Sie rechnen?

die iPhones und Apple Pay

Die neuen, grösseren iPhones sehen nicht nur schick aus, sie haben es auch in sich. Vor allem ihr Killer-Feature, Apple Pay, wird zumindest in Amerika schon bald grosse Erfolge feiern. Apple hat es geschafft, viele der grossen amerikanischen Shops für sich zu gewinnen und damit eine wichtige Basis zu legen, um das Gerät auch in der Praxis nutzen zu können. Dank Partnerschaften mit Visa, Mastercard und American Express reicht es bereits aus, die Kreditkarte auf dem iPhone zu registrieren. Mit Hilfe des Fingerabdrucksensor können anschliessend einfach und schnell Bezahlungen getätigt werden. Auch in der Schweiz werden von Beginn an bereits einige Shops das Bezahlen mit dem iPhone ermöglichen. Überall, wo mit NFC bezahlt werden kann (Liste folgt), ist eine Bezahlung mit dem iPhone möglich. Die Zahlung erfolgt jedoch nicht mit der bei uns „beliebteren“ Maestro-Karte, sondern ebenfalls per Kreditkarte. Hier wird wohl bei einigen Menschen ein Umdenken stattfinden. Ob das gut ist, künftig öfter zur Kreditkarte zu greifen – darüber lässt sich streiten.

Etwas anders sieht es mit Apple Pay als mobiles Bezahlsystem aus. Apple bietet ihren Kunden künftig nicht nur die Möglichkeit, via NFC an einer Kasse Zahlungen zu tätigen, sonder auch bei Online-Stores. Dies funktioniert wie folgt: Als Bezahlungsoption stehen dem Online-Käufer neben Kreditkarte nun auch Apple Pay zur Verfügung. Klickt man auf diese, reicht wiederum der eigene Fingerabdruck, um die Zahlung zu bestätigen. Auch diese Methode ist zwar sehr innovativ, doch wird es wohl noch eine längere Weile dauern, bis sie in der Schweiz Anklang finden wird. Apple legt hier ebenfalls den Fokus erst auf Amerika und wird erst in gegebener Zeit weitere Händler hinzufügen.

Liste der Unternehmen mit NFC-fähigen Kassen (wird laufend aktualisiert)

– Coop
– Migros
– Globus
– Denner
– IKEA

Apple Watch

Nicht iWatch, sondern Apple Watch heisst das one more thing von Apple. Dank der innovativen, den analogen Uhren nachempfundenen Drehrad lässt sie sich spielend einfach benutzen. Sie wird in drei verschiedenen Varianten angeboten, welche wiederum mit unterschiedlichsten Armbändern kombiniert werden können. Die Apple Watch gibt es in zwei verschiedenen Grössen. Sie legt den Fokus auf Fitness und Gesundheit und besitzt hierfür verschiedene Sensoren, wie zum Beispiel ein Pulsmesser. Sie kann aber auch Apps von Drittherstellern aufrufen, beispielsweise von Facebook oder Twitter. Dank eingebautem Mikrofon sind auch Siri-Befehle möglich. Die Kommunikation zwischen Apple Watch und iPhone erfolgt via Bluetooth LE aka 4.0. Aus diesem Grund wird mindestens ein iPhone 5 oder höher benötigt, um eine Verbindung mit der Uhr aufbauen zu können. Neben Bluetooth hat die Apple Watch übrigens auch WiFi eingabaut, um eine schnellere Kommunikation übers Internet zu ermöglichen.

Eine weitere Innovation bietet die Uhr auch bei der Kommunikation mit anderen Apple Watch-Trägern. Mit Hilfe eines sich unter dem Drehrad befindlichen Knopfs können per Knopfdruck Favoriten kontaktiert werden. Dabei können Zeichnungen, Smileys oder den eigenen Herzschlag ausgetauscht werden.

Das Design der Uhr wirkt gewöhnungsbedürftig und kommt meiner Meinung nach nicht an jenes des Moto 360 heran. Sie sieht sauber verarbeitet und qualitativ hochwertig aus, doch scheint sie auf dem ersten Blick kein Designmeilenstein zu sein, wie es von Apple erwartet worden wäre. Ich persönlich bin aber davon überzeugt, dass sie getragen viel besser aussieht, als es die derzeitigen Produktbilder erahnen lassen.

Der grösste Nachteil der Uhr: Sie ist nicht wasserdicht. Zwar schützt können ihr Wasserspritzer nichts anhaben, sodass eine Verwendung im Regen, Schweiss oder auch Händewaschen keine Probleme darstellen. Doch ist es nicht ratsam, sie auch in der Badewanne oder in der Dusche zu verwenden.

Trotzdem bleiben noch einige Fragen offen:

– Über die Akkulaufzeit wurde nicht gesprochen (wohl, weil die Software noch nicht ausgereift ist)
– die definitiven Preise für die verschiedenen Versionen sind ebenfalls nicht bekannt
– Ob für die Bezahlung per NFC ein iPhone 6 notwendig ist, wird nicht beantwortet

Die „Auswirkungen“

Das Ausmass dieser Präsentation wird sich wohl erst in den kommenden Monaten oder gar Jahren zeigen. Ich bin überzeugt, dass Apple vor allem mit dem Apple Pay eine neue Ära des Bezahlens einläuten wird und die Art und Weise verändern können. Auch die Apple Watch wird bei sehr vielen iPhone-Usern Anklang finden und kann in Kombination mit der Health-App womöglich sogar nicht nur ein iPhone-Assistent, sondern ein echtes Fitness-Accessoire werden. Dank NFC steht dem Gerät auch Tür und Tor offen für weitere Innovationen, die bisher gar nicht bekannt waren. Als kleines Beispiel hat Apple bereits heute angekündigt, Türen von Hotelzimmern allein aufgrund der Apple Watch öffnen zu können.

Ebenfalls zeigt sich langsam auch den Wandel von Apple, das es seit der Jobs-Ära gemacht hat. Dessen Vision war es immer, dem Kunden ein möglichst komplettes Produkt anzubieten, dafür aber nur wenige Varianten im Sortiment zu haben. In Anbetracht des nun breiten iPad- iPhone und nun auch Apple Watch-Palette hat sich nun einiges verändert.

 

Swisslus Szenario – was uns diesen Dienstag erwarten KÖNNTE

Die Gerüchteküche ist seit geraumer Zeit am Brodeln und doch wissen die wenigsten, was genau Apple am kommenden Dienstag aus dem Hut zaubern wird. Auch ich wage mich mit einer Prognose aus dem Fenster. Die Angaben basieren auf verschiedenen Gerüchten und eigenen Interpretationen.

Allein der Standort der Präsentation lässt aufhorchen. Üblicherweise finden die Herbst-Präsentationen vor verhältnismässig kleinem Publikum im Apple Campus in Cupertino statt. Anstelle der wenigen hundert Gäste können nun rund 2‘400 Sitzplätze belegt werden. Darüber hinaus ist dieser Ort für Apple auch geschichtsträchtig – 1984 präsentierte Steve Jobs den ersten Macintosh.

Wäre das nicht genug, hat Apple vor dem Haupteingang auch noch ein grosses, weiss umhülltes Gebäude erbauen lassen. Dessen Funktion ist weitestgehend unbekannt. Erst dachte ich, es könnte sich um eine Bühne handeln – doch macht dies nur wenig Sinn, da im Gebäude selbst bereits eine bestens ausgestattete Bühne vorhanden ist. Vielmehr vermute ich darin ein Handson-Gebäude, wo die neu vorgestellten Produkte von den Besuchern begutachtet und getestet werden können.

Flint-Center mit mysteriösem Apple-Anbau (Quelle: 9to5mac)
Flint-Center mit Apple-Anbau (Quelle: 9to5mac)

iPhone

Dass ein neues iPhone präsentiert werden wird, steht ausser Frage. Das Design der 4.7‘‘ und 5.5‘‘ Geräte gingen schon mehrfach um die Welt und gelten als bestätigt. Die Bildschirme werden mit einer neuen Retina-Display-Generation ausgerüstet, die einerseits kontrastreicher, anderseits aber auch höher aufgelöst. Die Geräte bleiben dabei im 16:9 Format und erleichtern den Entwicklern damit die Anpassungen ihrer Apps. Die von 9to5mac angegebenen Auflösung von 828×1472 Pixel (359 ppi) für das 4.7‘‘ Display scheinen mir realistisch – demgegenüber könnte ich mir aber gut vorstellen, dass grösseren Gerät sogar ein FULL-HD Bildschirm eingebaut werden wird. Aufgrund dem immer gleich bleibenden Format wäre es theoretisch möglich, die komplette App in FULL-HD zu programmieren und dann via iOS-SDK auf die anderen Auflösungen herunter zu rechnen.
Damit das iPhone – allen voran die 5.5‘‘ Version – auch künftig mit einer Hand bedient werden kann, wird sich per Software-Einstellung ein Einhandbetrieb aktivieren lassen. Zudem verschiebt sich der Sleep-Button von oben auf die rechte Seite verschieben, damit das Gerät einfacher in den Standby-Modus schalten lässt.

Angetrieben werden beide Geräte mit einem neu entwickelten Dualcore A8-Chip mit über 2 GHz Rechenleistung. Zum Vergleich: Das iPhone 5s besitzt mit seiner A7-Version einen Dual-Core 1.3 GHz SoC, das iPad Air hat immerhin 1.4 GHz. Beibehalten wird Apple wohl den 1 GB RAM, obwohl dank der 64-Bit-Architektur nun mehr als 4 GB möglich wären.

Verbessert wird natürlich auch die Kamera. Deren gibt Apple eine so grosse Bedeutung, dass sie sogar ein Design-No-Go eingehen: Weil das Kameramodul dicker als das Handy selbst ist, entsteht auf der Rückseite des iPhones ein kleiner, abstehender „Pickel“. Die verbesserte Kamera fasst eine Auflösung von 12MP und unterstützt den Fotografen mit verbesserten Bildstabilisatoren und detailgetreueren Farben.

Das iPhone 6 wird – wenn überhaupt – ausschliesslich in der 5.5 Zoll-Variante mit Saphir-Glas versehen.

Eine der spannendsten Neuerungen des iPhone 6 wird die Unterstützung von NFC sein. Damit ist es möglich, auf schnelle und unkomplizierte Art Bezahlungen durchzuführen oder bei Erreichen eines Standortes bestimmte Einstellungen vorzunehmen. So wäre es theoretisch möglich, mit einem im Schlafzimmer deponierten NFC-Sender das iPhone in den Flugmodus zu setzen oder zumindest den Do not Distub-Modus zu aktivieren.

Eine Weiterentwicklung erhält auch der Fingerabdrucksensor. Dieser arbeitet nun noch zuverlässiger und senkt die Wahrscheinlichkeit, auf Fälschungen hereinzufallen.

Das alte iPhone 5s wird in seiner bisherigen Form nicht weiterverkauft, sondern als „Wolf im Schafspelz“ weiter als überarbeitetes iPhone 5c vertrieben.

iPhone und iWatch-Mockup (Quelle: 9to5mac)
iPhone- und iWatch-Mockup (Quelle: 9to5mac)

iWatch

Die iWatch wird nach langer Zeit endlich wieder die lang ersehnte Innovation bei Apple werden. Die Uhr mit ca. Briefmarkengrossen Bildschirm“ wird dank einem kleinen internen Speicher (wohl 4 oder 8 GB) Als Ergänzung zum iPhone auf den Markt gebracht. Auch die iWatch hat einen NFC-Chip, wird aber mit Bluetooth 4.0 an das iPhone gekoppelt. Es besitzt eine Kamera und verschiedene Sensoren – u. A. Pulsmesser – und unterstütz den Besitzer bei seinen täglichen Aufgaben. Dazu gehören:

  • Das Verfassen von Nachrichten und zwar nach demselben Prinzip, wie wir es bereits aus der iOS 8 Nachrichten-App kennen: Per Sprach- oder Videonachricht, optional durch Siri-Diktat
  • Navigation zu Fuss oder auch mit dem Auto – damit der Blick nicht mehr immer auf das Handy gerichtet werden muss
  • Beantworten von Anrufen, wie wir es bereits via iPad und Mac kennen – das funktioniert natürlich auch über die iWatch
  • Siri-Integration
  • Continuity-Funktion – Appentwickler können auf den iWatch-Bildschirm zugreifen, indem sie (nach demselben Prinzip wie Continuity) per Knopfdruck Informationen an die Uhr übermitteln können. Beispiele:
    • Fitness-Apps
    • Musik-Apps
    • Spiele
  • Das Continuity-Feature funktioniert natürlich auch in umgekehrter Reihenfolge – Push-Benachrichtigungen werden auch auf die App übertragen und können da geöffnet werden. Bei Hervorholen des iPhones (oder eines anderen iOS-Devices) kann via Continuity direkt in die entsprechende App gewechselt werden.

Die Bedienung ähnelt jenem des alten iPod nanos: Durch Wischbewegungen kann durch die verschiedenen Menüs navigiert werden.

Das Aufladen geschieht kabellos – dafür hält die Uhr kaum länger als zwei Tage aus – und das, obwohl verschiedenste Stromsparmassnahmen vorgenommen werden. Unter Anderem soll die Uhr aufgrund von Bewegungen und Sensoren selbstständig in den Energiesparmodus wechseln.

Von der iWatch sind bisher nur Mockups vorhanden, auch Zertifizierungen sind bisher nicht vorgenommen worden. Deshalb gehe ich davon aus, dass Apple uns – wie damals bei der Präsentation des ersten iPhones – erst einen Prototyp vorstellen wird und das finale Gerät erst Anfang 2015 erhältlich sein wird.

Bezahlsystem

Eine grosse Neuerung von Apple wird die Revolution im mobilen Bezahlen sein: In Kombination mit der iWatch und dem Fingerabdrucksensor wird das iPhone zu einem der sichersten Instrumente zum bargeldlosen Zahlen. Bereits heute besitzt Apple einen Kundenstamm mit Millionen von Kreditkartendaten, die endlich genutzt werden sollen. So kann eine Bezahlung erst dann ausgelöst werden, wenn iPhone und iWatch sich in unmittelbarer Nähe befinden und der Fingerabdruck (plus Passwort, falls höherer Betrag) korrekt gelesen wird.

Die Bezahlung erfolgt direkt via Kreditkarte oder über die Apple ID. Damit wird es möglich, per NFC zu bezahlen, ohne dass man eine Kreditkarte besitzen muss. Es reicht, wenn man über eine iTunes-Karte sein Guthaben auflädt.

Allenfalls kombiniert werden kann diese Funktion mit iBeacon. Dank iBeacon kann sich der Kunde besser im Einkaufsladen orientieren und spezifische Informationen zu einem Produkt einholen, das er dann via NFC und / oder iBeacon bezahlen kann.

iHealth / HomeKit

Um iHealth wirklich nutzbar machen zu können, muss es mit Daten gefüttert werden. Einen Teil davon holt sich das Gerät aus dem M7 bzw. M8 Coprozessor des iPhones, einen anderen Teil von der iWatch.

Anders sieht es wiederum bei Homekit aus: Hier hat Apple zwar einige geeignete Drittanwendungen im App- und auch Apple Online Store, jedoch keine eigenen Produkte. Hier wird Apple mit eigenen NFC und iBeacon Lösungen in den noch jungen Markt eindringen und so den Beginn einer neuen Ära im Heimnetzwerkbereich einläuten.

iPad

Das iPad wird am kommenden Dienstag keine grössere Rolle spielen. Erst im Oktober werden dann die neuen Geräte genauer vorgestellt.

Das neue iPad Air 2 wird mit einem leicht modifizierten A8 Chip ausgestattet und erhält einen Fingerabdrucksensor. Auf einen NFC-Chip wird wohl erst einmal verzichtet.

Immerhin wird das iPad mit 2GB RAM ausgestattet. Damit wird es möglich, zwei Apps nebeneinander ausführen zu können.

Darüber hinaus erhält das iPad eine entspiegelnde Beschichtung, damit es auch draussen besser benutzt werden kann. Und: Es wird neben einer schwarzen und weissen Version auch eine goldene geben.

Macs

Auch von den Macs werden wir nichts Neues erfahren. Diese werden – zusammen mit den neuen iPads – im Oktober vorgestellt. Hierzu gehören die üblichen Prozessor-Updates  – neue Gerätekategorien wird es wohl nicht geben.

iLife / iWork

Aufgrund der Neugestaltung von OS X kann davon ausgegangen werden, dass auch die iLife und iWork-Applikationen ein Update erhalten werden. Dazu gehören Designanpassungen und Funktionserweiterungen. Vor allem bei letzterem gibt es noch viel zu optimieren, um im Funktionsumfang an die alte iWork-Version heranzukommen. Aber auch auf diese wird erst im Oktober-Event genauer eingegangen.

 

Update vom 9. September

Laut gemäss Cultofmac  soll das neue iPhone nicht nur ein splitterfreies Saphir-Glas erhalten, sondern auch wasserabweisend sein. Die Auflösung soll dabei bei 960×1704 Pixel liegen. Zudem soll das grössere iPhone 2GB RAM erhalten. Womöglich ein Indiz, dass auch dieses Gerät zwei Anwendungen nebeneinander geöffnet haben kann. Enttäuschend dafür der Akku: Dieser soll deutlich kleiner als gedacht sein.

OS X Yosemite (10.10) – Die Neuerungen!

Nicht nur iOS hat einige Updates verpasst bekommen, auch das Desktop-Betriebssystem erhält eine neue Version. Und diese hat es mit Yosemite in sich!

Die grösste Neuerung vorweg: Das neue Betriebssystem wurde grafisch runderneuert und ähnelt nun stark dem bekannten Stil aus iOS 7. Dies ermöglicht die Orientierung vor allem für Neuanwender, die vorher nur iOS-Geräte verwendet haben. Aber nicht nur am Design hat sich vieles verändert, auch sonst gibt es einige Neuerungen:

Neue Mitteilungszentrale

Nach dem Vorbild von iOS8 zeigt dieses nun mehr Informationen an und kann auch Widgets integrieren. Das ermöglicht beispielsweise einen raschen Zugriff auf den Taschenrechner, Wetterinformationen oder Kalendereinträge.

 

Mail

Das Mailprogramm kann nun viel grössere Anhänge (bis zu 5 GB)  verschicken, indem deren Inhalt vor dem Versenden auf iCloud hochgeladen werden. Dank verschiedenen neuen Bearbeitungs-Möglichkeiten können zudem gesendete Bilder oder PDFs mit individuellen Markierungen versehen werden, um den Empfänger der Nachricht auf eine bestimmte Stelle zu fokussieren.

 

Handoff

Dank Handoff wachsen OS X und iOS 8 näher aneinander und ergänzen sich noch besser: Telefonate können via Mac entgegengenommen werden und auf dem Mac begonnene Dokumente können auf dem iPhone oder iPad ohne weiteres fortgeführt werden. Um Handoff nutzen zu können, ist jedoch ein Mac notwendig, der Bluetooth 4.0 eingebaut hat.

iOS 8 – die Neuerungen!

Am 9. September wird Apple bei seiner Präsentation nicht nur das neue iPhone präsentieren, sondern aller Voraussicht auch das neue Betriebssystem iOS 8 öffentlich zugänglich machen. Grund genug, hier die neuen Funktionen genauer aufzuzeigen:

Fotos-App

Ersetzt die bisher vorhandene iPhoto App. Bilder können nachträglich besser bearbeitet werden. Zudem wird auch die Suche nach Fotos deutlich vereinfacht.

 

Nachrichten-App

Endlich ist es möglich, über die Nachrichten-App Gruppenchats zu führen, wie es bereits aus WhatsApp schon lange üblich ist. Auch das Versenden von schnellen Fotos und Tonaufnahmen wird stark vereinfacht.

 

neue Familien-Funktionen

Mit iOS8 sollen auch die Familien nicht zu kurz kommen. Neu können Familienmitglieder miteinander verknüpft werden und einfacher Fotos, Kalendereinträge, Erworbene Songs oder Apps oder auch den Standort (inkl. Find my iPhone) untereinander austauschen. Das geht so weit, dass der Sohnemann über Papas Kreditkarte eine App herunterladen kann – falls dieser es ihm nach Apples Nachfrage – gewährt.

 

iCloud Drive

iCloud Drive gilt als direktes Gegenstück zu Dropbox und ersetzt die bestehende iCloud-Lösung, bei welcher nur nach dem Öffnen der jeweiligen App auch auf die iCloud-Daten zugegriffen werden konnte.
Das Ganze funktioniert nicht nur auf iOS und OS X, sondern auch auf PC.

 

Health

Auf Wunsch sammelt das iPhone all deine Gesundheits- und Fitnessdaten und speichert sie lokal in der Health-App. Über verschiedene Schnittstelle können auf diese Daten auch Dritte zugreifen – falls man das möchte. Das beste daran ist jedoch die Medical-ID: Darin können verschiedene Informationen wie Krankheiten, Allergien oder Blutgruppe erfasst und auch bei gesperrtem Bildschirm jederzeit aufgerufen werden.

 

Handoff

Die Handoff-Funktion lässt die verschiedenen Apple-Geräte wie Mac, iPhone und iPad miteinander verschmelzen. Damit wird es möglich, eine auf dem iPhone begonnene Mail auf dem Mac weiterzuschreiben oder eine auf dem iPad begonnene Internetseite auf dem iPhone unterwegs weiterzulesen. Apple geht sogar noch einen Schritt weiter: Mit Handoff ist es auch möglich, Telefonanrufe über das iPad oder den Mac zu tätigen oder SMS-Kurzanchrichten über diese zu schreiben.

 

Widgets

Mit iOS 8 können Widgets nun in der Benachrichtigungszentrale ausgeführt werden. Das hat zur Folge, dass für einfache Abläufe nicht mehr eine App geöffnet werden muss, sondern ein Streichen vom oberen Bildschirmrand nach unten bereits genügt.

 

Die wirklich grossen Neuerungen…

….werden aber erst im Laufe des Jahres noch kommen. Apple hat den App-Entwickelrn mit iOS 8 extrem viele neuen Türen geöffnet. Dies gilt vor allem für den Medizin- und und Haushaltsbereich, wo Apple extra dafür entwickelte Bausteine zur Verfügung stellt. Künftig könnten folgende Szenarien zur Realität werden:

„Siri, schalte zu Hause das Licht aus“
„Siri, öffne das Garagentor“
„Siri, wie viel Milch habe ich noch im Kühlschrank“