Philips 55PUS9109

Nach bald einem halben Jahr Wartezeit ist es endlich soweit: Mein neuer TV ist eingetroffen!

Erst einmal wirkt der TV sehr hochwertig verarbeitet. Die Füsse sind auf der Unterseite gepolstert, so dass er problemlos hin und her geschoben werden kann. Das Anschliessen und Einrichten ging einfach und problemlos. Sogar mein uraltes Sony Home-Cinema hat er ohne Probleme sofort als solches erkannt und erfolgreich gekoppelt. Ausser mit dem Anschliessen des zusätzlichen Subwoofers hatte ich ein wenig Mühe, weil ich erst nicht begriff, dass man die leuchtende LED erst noch drücken muss.

Das Bild ist aus meiner Sicht grossartig, ein Clouding ist unter normalen Bedingungen überhaupt nicht erkennbar. Nur wenn alles stockdunkel ist (dafür muss auch Ambilight deaktiviert sein), kann man bei einem schwarzen Bild erkennen, dass es an den Rändern ein klein wenig heller ist. Jedoch niemals in einem Ausmass, dass das störend wäre oder während des normalen TV-Betriebs überhaupt ins Gewicht fällt. Habe zurzeit noch die Standard-Bildeinstellungen, empfinde das Bild aber als kontrastreich mit ausgewogenen Farben. Hier gibt es meines Erachtens nichts zu bemängeln! Auch das Hochrechnen in 4K macht er meiner Meinung gut, das Bild wirkt schärfer als vergleichbare TVs in dieser Grösse. HD und FULL-HD können auch aus kurzer Distanz problemlos betrachtet werden, bei SD kommt dann die Technik aber spürbar an ihre Grenzen. Allgemein wirkt der Unterschied zwischen SD- und HD-Material noch grösser als noch bei meinem alten TV.

Auch das Ambilight ist toll und ich sehe zumindest aufgrund der Fotos des 9800er kaum bis keine Unterschiede. Es ist (auf Wunsch) sehr dynamisch und versetzt das Gerät auch mit Standfuss fast wie in eine Wolke. Auch die Kopplung mit HUE ist gut, aber ein paar zehntel Sekunden Rückstand sind schon da. Ich habe die HUE-Birnen bewusst mit verhältnismässig wenig Licht konfiguriert, damit dies weniger zum Tragen kommt und das Gesamterlebnis mit Ambilight dezent unterstrichen wird.

Das Betriebssystem lässt sich für einen TV „normal“ flüssig bewegen und einstellen, die auf der Rückseite der FB angebrachte QWERTY-Tastatur ist eine grosse Hilfe. Da ich Swisscom TV nutze (separater HD-Digitalreceiver), kann ich nichts über den integrierten TV-Guide sagen. Das System lässt sich zwar soweit in seinen von mir getesteten Funktionen bedienen, so ganz ausgereift wirkt es aber trotzdem noch nicht. Als verwöhnter Apple-Kunde muss man da schon deutliche Abstriche machen: Ruckelnde und unschöne Übergänge, keine durchgehende 4K-Auflösung bei Bedienelementen (z.B. Tastatur) etc. lassen den TV zwar bedienen, so richtig ausgewogen fühlt es sich noch nicht an. Trotzdem: Es wäre nicht so, dass er nicht bedienbar wäre.

Erfreulicherweise hat sich die YouTube-App auf meinem iPhone automatisch mit jener auf dem TV verlinkt, so kann ich nun jederzeit Videos ohne Aufwand auf den TV streamen. Dafür ist dieses (im Gegensatz zum direkten Abspielen in der TV-App) nicht in HD, obwohl es als solches gekennzeichnet wird.

Leider konnte ich aufgrund des PSN-Downs (mal wieder…) keinen Destiny-Test machen, habe dafür aber kurz FIFA und Resogun angespielt. Beim FIFA konnte ich keinen Soap-Effekt erkennen und bei Resogun, einem Reaktionsspiel, fiel mir soweit auch keine spürbaren Verzögerungen auf. Werde dies aber erst abschliessend sagen können, wenn ich mal wieder Destiny spiele.

Fazit: Meine Freundin und ich sind begeistert und würden den TV um keinen Preis mehr hergeben wollen!

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Nachtrag vom 9. Februar 2015

Inzwischen sind bereits einige Monate vergangen, seit ich mir den Philips 55PUS9109 zugelegt habe. Zeit für eine Zwischenbilanz!

Auch heute noch staune ich immer wieder über die überragende Bildqualität, die der Fernseher tagtäglich wiedergibt. Bis heute habe ich im Freundeskreis noch keinen TV gefunden, der ein so tolles Bild liefert wie dieser (Nein, den 9800er habe ich bisher noch nie gesehen (-; ). Auch das Ambilight arbeitet zuverlässig, es läuft bei uns immer im Gaming-Modus. Das sorgt für noch mehr Dynamik und sieht zusammen mit HUE einfach klasse aus. Apropos HUE: Die Latenz macht sich nur dann bemerkbar, wenn man sich auch wirklich darauf achtet. Da man beim alltäglichen Fernsehgebrauch aber auf den Bildschirm und nicht auf die Lichter links und rechts achtet, bieten sie meiner Meinung nach einen echten Mehrwert. mit dem YouTube-Video kann sich darüber aber jeder selbst ein Bild machen. Besonders eindrücklich ist dies beim Zocken (z.B. in Destiny bzw. den verschieden farbigen Planeten) oder bei Sonnenuntergangs-Szenen in Filmen. Ebenfalls lustig ist Ambilight, wenn man beim Zocken eines Ego-Shooters angeschossen wird: Sofort ändert sich die Farbe des ganzen Wohnzimmers blutrot… 🙂

So vielen positiven Berichten zu trotz, die Software ist und bleibt eine einzige Katastrophe. Ich habe das Glück, dass das TV-Signal von einer externen Settop-Box (Swisscom TV 2.0) kommt und die Audio-Wiedergabe über ein (älteres) Sony-Home Cinema läuft. Trotzdem musste dem Gerät schon mindestens drei Mal den Stecker gezogen werden, weil das Homecinema nicht mehr erkannt wurde oder der TV auch nach dem Ausschalten mit HUE verbunden blieb. Laut gut informierten Quellen (toengel.net) soll noch im Frühjahr ein umfangreiches Update kommen – ob dies die gewünschte Ergebnisse bringt, wag ich aber zu zweifeln.

Fazit 2: Als „Monitor“ besticht der Philips 55PUS9109 mit seiner überragenden Bildqualität und dem klasse Ambilight. Die Software jedoch ist wirklich schwach und es braucht mehr als nur ein paar Bugfix-Updates, um diese teils tiefgreifende Fehler zu beheben. Für mich deshalb erstaunlich, weil die TVs sonst schon Monate verspätet ausgeliefert wurden und dennoch so anfällig sind.

Philips HUE

Zwar gibt es Philips HUE schon seit geraumer Zeit, trotzdem möchte ich die Gelegenheit nicht auslassen, ein persönliches Jahres-Fazit über die innovative Lichtsteuerung zu verfassen.

Zugegebenermassen scheint Philips HUE auf den ersten Blick eine teuer Technik-Spielerei, die ausser dem Darstellen verschiedener Farben keine allzu grossen Vorteile aufweisen. In der Praxis hat sich aber sehr schnell herausgestellt, dass es viel mehr ist als das.

Derzeit sind bei mir zu Hause 4 HUE-Birnen (E27) und eine Living Color-Lampe an der HUE-Bridge angehägt.

Via App können die verschiedenen Leuchten angesprochen und verschiedene Standard-Szenarien ausgewählt werden. Dazu gehören unter Anderem Spezial Modi wie „Konzentration“, „Erholung“ oder „Lesen“. Je nachdem werden unterschiedliche Stärken und Farbtöne von den Birnen wiedergeben. Leider funktionieren diese Standard-Modi nur mit den Birnen, nicht aber mit der Living-Colors-Lampe.

Natürlich können beliebige weitere, selbst kreierte Farb- und Helligkeitskombinationen erstellt werden. Diese wiederum können manuell via App, aber auch als Timer oder GPS-abhängig aktiviert bzw. deaktiviert werden. So ist es beispielsweise möglich, die Birnen automatisch ein- oder auszuschalten, wenn man nach Hause kommt oder die Wohnung verlässt. Auch ist es möglich, sich mit dem Licht wecken zu lassen, indem das Licht wahlweise sofort oder sukzessive eingeschaltet wird.

Aufgrund der offenen Community und der Integration von IFTTT können sogar Benachrichtigungen für Facebook-Statusmeldungen, Nachrichten oder Mails hinterlegt werden. Sogar wetterabhängige Lichteinstellungen sind damit theoretisch möglich. Zu guter letzt gibt es im App Store verschiedenste Apps von Drittherstellern, die in Sachen Kreativität ebenfalls keine Grenzen haben: Die App Ambify beispielsweise nutzt den FX der abgespielten Musik, um die HUE-Birnen nach dem Rhythmus der Musik blinken zu lassen (siehe Video unten).

Wer das Handy oder Tablet gerade nicht bei sich trägt, kann die Lichter natürlich auch weiterhin via Lichtschalter an- und ausschalten. Bei erneutem Ausschalten erstrahlen die Lichter anschliessend im ganz normalen „Glühbirnen-weiss“. Die smarte Alternative hierzu ist die Hue Tab Fernbedienung (Video unten). Sie versteht sich als portabler Lichtschalter und ermöglicht die Konfiguration von drei verschiedenen Szenen.

Trotz dem bereits grossen Funktionsumfang ist ein Ende der Innovationen noch längst nicht in Sicht. Dank Apples neuem HomeKit wird das Licht bald via Sprachsteuerung verwendet werden können, was Befehle wie „Ich gehe jetzt schlafen“ oder „Dimme das Licht“ ermöglichen.